Zwischen Wareneingang und Versand liegt der Bereich, in dem in vielen Betrieben am meisten bewegt wird: die Intralogistik. Waren werden eingelagert, kommissioniert, an Arbeitsplätzen bereitgestellt und wieder palettiert, und bei fast jedem dieser Schritte wechselt die Last ihre Höhe. Genau an diesen Übergängen setzen Hubtische an: Sie bringen Paletten, Behälter und Teile auf die Höhe, auf der Menschen ergonomisch arbeiten und Prozesse sauber ineinandergreifen. Dieser Beitrag zeigt die wichtigsten innerbetrieblichen Anwendungsfälle, von der Kommissionierung über die Materialbereitstellung an der Linie bis zum Palettenhandling, und erklärt, worauf es bei Plattformformat, Traglast und Zugänglichkeit ankommt.
Intralogistik: Hubtische als innerbetriebliches Bindeglied
Intralogistik umfasst alle Materialflüsse innerhalb eines Betriebs: vom Lager in die Produktion, von der Produktion zur Verpackung, zwischen einzelnen Arbeitsstationen und Ebenen. Dabei treffen laufend unterschiedliche Höhen aufeinander: Fördertechnik übergibt auf einem festen Niveau, Regale beginnen am Boden, Arbeitsplätze sind auf Ellbogenhöhe ausgelegt, und Flurförderzeuge setzen ihre Last bodennah ab. Ein Hubtisch gleicht diese Differenzen aus. Als stationäres Bindeglied nimmt er eine Last auf dem einen Niveau auf und stellt sie auf dem anderen bereit, wiederholgenau und ohne Muskelkraft.
Wichtig ist die Abgrenzung: In diesem Beitrag geht es um das Handling innerhalb des Gebäudes; das Verladen von Lastwagen an der Rampe ist ein eigenes Thema mit eigenen Anforderungen und bleibt hier bewusst aussen vor. Innerbetrieblich zählen andere Dinge als an der Rampe: konstante Arbeitshöhen, kurze Wege und Taktzeiten, ergonomische Greifzonen und die reibungslose Übergabe zwischen Mensch, Maschine und Flurförderzeug. Die folgenden Abschnitte zeigen, wie Hubtische diese Aufgaben in Kommissionierung, Bereitstellung und Palettierung übernehmen.
Kommissionierung auf ergonomischer Höhe
Beim Kommissionieren entnehmen Mitarbeitende einzelne Artikel oder Gebinde von einer Palette oder aus einem Behälter und stellen daraus Aufträge zusammen. Ohne Hilfsmittel heisst das: Die oberste Lage liegt anfangs über Schulterhöhe, die unterste am Ende knapp über dem Boden. Jeder Pickvorgang zwingt dann zum Strecken oder Bücken. Ein Hubtisch löst dieses Problem auf einfache Weise: Die Palette steht auf der Plattform, und mit jedem abgearbeiteten Teil der Ladung wird sie ein Stück angehoben. So bleibt die Entnahmeebene durchgehend auf einer günstigen Greifhöhe.
Der Effekt zeigt sich doppelt. Ergonomisch entlastet die konstante Greifhöhe Rücken und Schultern, weil tiefes Bücken und Arbeiten über Kopfhöhe entfallen. Prozessseitig arbeiten Mitarbeitende gleichmässiger, weil jeder Griff in derselben Zone stattfindet und keine Zeit für Ausgleichsbewegungen verloren geht. Gerade an Arbeitsplätzen, an denen über Stunden gepickt wird, summiert sich dieser Unterschied spürbar. Ob der Tisch dabei schrittweise nachgeführt oder auf feste Positionen gefahren wird, richtet sich nach dem Arbeitsablauf.
Materialbereitstellung an der Linie
An Montage- und Fertigungslinien entscheidet die Bereitstellung darüber, wie flüssig die eigentliche Wertschöpfung läuft. Teile, Behälter und Paletten müssen dort stehen, wo sie gebraucht werden, und zwar auf der Höhe, auf der gegriffen wird. Ein Hubtisch am Linienrand hält die Ladung konstant auf Entnahmehöhe: Der Werker nimmt Teile aus der obersten Lage, und der Tisch führt die Palette nach, ohne dass der Arbeitsrhythmus unterbrochen wird.
Auch die Versorgung selbst wird einfacher. Der Nachschub kann als ganze Palette oder im Behälter angeliefert und direkt auf dem Hubtisch abgesetzt werden; von dort steht er ohne Umpacken auf Arbeitshöhe bereit. Das reduziert Zwischenschritte, vermeidet das Heben schwerer Gebinde von Hand und schafft an der Linie definierte Übergabepunkte, an denen Logistik und Produktion sauber ineinandergreifen.
Ergonomisches Palettenhandling: Palettenwechsel und Lagenbildung
Das Gegenstück zur Kommissionierung ist die Palettierung: Kartons oder Gebinde werden Lage für Lage auf einer Palette aufgebaut oder von ihr abgetragen. Auch hier gilt das Prinzip der konstanten Arbeitshöhe, nur in umgekehrter Richtung. Beim Palettieren senkt sich der Hubtisch mit jeder fertigen Lage ein Stück ab, sodass die aktuelle Lage stets auf derselben Höhe entsteht. Beim Depalettieren hebt er die Palette entsprechend an. Auch der Palettenwechsel selbst wird leichter, weil leere und volle Paletten auf einer definierten Höhe übernommen werden.
Für das Handling von Euro-Paletten hat Flexlift mit der Serie FE eine eigens darauf zugeschnittene Lösung im Programm: Die Standardplattform von 910 mm ist auf das Format der Euro-Palette abgestimmt, und die E-förmige Plattform stützt alle drei Kufen der Palette. Die Traglasten reichen von 300 bis 2000 kg, womit sich vom leichten Kartonagen-Handling bis zur schweren Ladung die gängigen Fälle abdecken lassen. In der Praxis besonders angenehm: Die Palettenunterkante lässt sich auf rund 900 mm Arbeitshöhe bringen, also auf das Niveau, auf dem sich Lagen bequem aufbauen und abtragen lassen.
Anwendungen auf Bodenniveau: Handhubwagen und Rollbehälter
Damit ein Hubtisch in den innerbetrieblichen Fluss passt, muss er für Flurförderzeuge zugänglich sein. Bei der Flexlift-Serie FE übernimmt das die E-Form der Plattform: Ihre Aussparung ist so gestaltet, dass ein Handhubwagen die Palette auf Bodenniveau direkt einfahren und absetzen kann. Ein Stapler ist dafür nicht nötig, und Rampen oder Gruben entfallen. Die FE gehört zur Familie der Flachform-Hubtische, die sich mit Bauhöhen ab 55 mm bodeneben aufstellen lassen; die Details dieser Bauweise zeigt die Produktseite.
Nicht jede Last steht auf einer Palette. In vielen Betrieben laufen Gitterwagen und Logistikwagen durchs Haus, etwa in der Kleinteile-Versorgung oder im innerbetrieblichen Umschlag. Für diese Fälle bietet PETec mit dem elektrischen Rollbehälter-Lift ein mobiles Hubsystem für Gitterwagen und Logistikwagen. Damit lässt sich das Prinzip der günstigen Arbeitshöhe auch dort umsetzen, wo rollende Behälter statt Paletten den Materialfluss prägen.
Den passenden Hubtisch für die Intralogistik finden
Welcher Hubtisch der richtige ist, ergibt sich aus wenigen Kernfragen: Welche Lasten werden bewegt, und welche Traglast muss die Plattform aufnehmen? Welches Format haben Paletten oder Behälter, und braucht es eine Plattform, die auf Euro-Paletten abgestimmt ist? Wie wird beschickt, mit dem Handhubwagen auf Bodenniveau oder mit dem Stapler? Und auf welchen Höhen wird gearbeitet, von der Übergabe an die Fördertechnik bis zur Greifzone der Mitarbeitenden? Wer diese Punkte klärt, grenzt die Auswahl rasch ein.
Einen Überblick über geeignete Geräte für Lager und Kommissionierung, vom Palettenhandling bis zur Einbindung in bestehende Prozesse, bietet unsere Seite Hubtische für Logistik und Lager. Tirugo unterstützt Sie bei der Auswahl in der ganzen Schweiz: von der Analyse des Anwendungsfalls über die Konfiguration bis zur Inbetriebnahme, mit Geräten von Flexlift und PETec aus deutscher Fertigung.
Häufige Fragen zu Hubtischen in der Intralogistik
Wofür werden Hubtische in der Intralogistik eingesetzt?
Hubtische verbinden innerbetriebliche Prozesse, bei denen Lasten die Höhe wechseln: Beim Kommissionieren halten sie Paletten auf Greifhöhe, an Montage- und Fertigungslinien stellen sie Teile und Behälter auf konstanter Entnahmehöhe bereit, beim Palettieren und Depalettieren sorgen sie für eine gleichbleibende Arbeitshöhe, und zwischen Fördertechnik, Arbeitsplätzen und Flurförderzeugen gleichen sie Niveauunterschiede aus.
Wie verbessern Hubtische die Ergonomie beim Kommissionieren?
Sie halten die Entnahmeebene konstant auf günstiger Greifhöhe. Wird eine Palette abgearbeitet, hebt der Hubtisch sie schrittweise an, sodass die jeweils oberste Lage immer in derselben Zone liegt. Tiefes Bücken und Arbeiten über Schulterhöhe entfallen, die Arbeitshaltung bleibt gleichmässig, und die Belastung von Rücken und Schultern sinkt.
Welches Plattformformat eignet sich für Europaletten?
Für Euro-Paletten bietet Flexlift die Serie FE mit einer Standardplattform von 910 mm an. Die E-förmige Plattform stützt alle drei Kufen der Palette, die Traglasten reichen von 300 bis 2000 kg, und die Palettenunterkante lässt sich auf rund 900 mm Arbeitshöhe bringen. Die Aussparung der E-Form erlaubt zudem das Einfahren mit dem Handhubwagen auf Bodenniveau.
Was ist der Unterschied zwischen innerbetrieblichem Handling und Verladen?
Innerbetriebliches Handling umfasst alle Materialflüsse innerhalb des Gebäudes, etwa Kommissionieren, Bereitstellen und Palettieren; dort stehen konstante Arbeitshöhen und Ergonomie im Vordergrund. Das Verladen betrifft die Übergabe von Waren an Lastwagen an der Rampe und stellt eigene Anforderungen an Gerät und Sicherheit; es ist deshalb ein eigenes Thema und nicht Gegenstand dieses Beitrags.
Wie unterstützen bodenebene Hubtische den Einsatz von Handhubwagen?
Ein Handhubwagen kann eine Palette nur bodennah absetzen. Bodenebene Lösungen setzen genau dort an: Bei der Flexlift-Serie FE fährt der Handhubwagen dank der E-Form-Aussparung auf Bodenniveau direkt in die Plattform ein, und Flachform-Hubtische lassen sich mit Bauhöhen ab 55 mm bodeneben aufstellen. So wird die Palette ohne Stapler, Rampe oder Grube übergeben.
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