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Hubtisch für den Grubeneinbau: Grube planen und Grubenplan nutzen

Planung Hubtische
Weisser Scherenhubtisch im Grubeneinbau: Blick in die offene Betongrube unter der angehobenen Plattform mit Warnmarkierung, daneben Schutzzaun
Grubeneinbau in der Praxis: Die Grube nimmt die abgesenkte Schere bündig auf; hier hebt der Hubtisch die Plattform mit Warnkante zur Übergabe an die obere Ebene.

Wer einen Hubtisch bündig in den Hallenboden einlassen will, plant nicht nur ein Gerät, sondern auch ein Stück Bauwerk: die Grube. Ihre Masse, ihre Ränder, die Zuleitung und die Entwässerung entscheiden mit darüber, ob der spätere Betrieb reibungslos läuft. Dieser Beitrag erklärt, wann sich ein Grubeneinbau lohnt und wann ein Hubtisch ohne Grube die einfachere Wahl ist, wie sich Grubenmasse und Grubentiefe aus der Bauhöhe ableiten, worauf bei Randeinfassung, Zuleitung und Entwässerung zu achten ist, welche Sicherheitsanforderungen an der Grubenkante gelten und wie Sie mit Grubenplan, Einbauzeichnung und CAD-Daten die Grube fertig planen, bevor gebaut wird.

Wann ist ein Grubeneinbau sinnvoll?

Das Ziel eines Grubeneinbaus ist immer dasselbe: Die abgesenkte Plattform schliesst bündig mit dem Hallenboden ab. Paletten lassen sich niveaugleich übergeben, Hubwagen und Stapler fahren ohne Rampe auf, und der Hubtisch verschwindet im Boden, wenn er nicht gebraucht wird. Das lohnt sich vor allem bei fest installierten Arbeitsplätzen und Übergabestationen mit hoher Nutzungsfrequenz, bei grossen Traglasten und überall dort, wo die Plattform überfahren werden soll.

Ehrlicherweise gilt aber auch das Gegenteil: Für viele Anwendungen ist die Grube gar nicht nötig. Flachform-Hubtische bauen so niedrig, dass sie mit einem Auffahrkeil ebenerdig befahren werden können, ganz ohne Bodenarbeiten, und bleiben dabei versetzbar. Wer die Wahl hat, wägt also ab: Die Grube kostet einmalig Bauaufwand und bindet den Standort, liefert dafür aber die dauerhaft sauberste Lösung für bündiges Arbeiten. Der Rest dieses Beitrags gilt dem Fall, in dem die Entscheidung für die Grube gefallen ist.

Grubenmasse berechnen: Länge, Breite und Tiefe

Die wichtigste Grösse ist die Grubentiefe, und sie ist erfreulich einfach bestimmt: Die Grube muss immer mindestens 5 mm tiefer sein als die Bauhöhe des vollständig abgesenkten Hubtischs, damit die Plattform bündig mit dem Boden abschliesst. Damit wird die Baureihe zur zentralen Planungsentscheidung. Flexlift Flachform-Hubtische der Baureihe FM bauen ab 55 mm, die Baureihen FE und F-CE ab 70 mm; solche Tische kommen mit einer sehr flachen Vertiefung aus, die sich teils schon im Estrich unterbringen lässt. Kompakt-Hubtische der Baureihe FK beginnen bei 180 mm Bauhöhe, Doppelscheren-Hubtische FK-D für grosse Hubhöhen bei 350 mm; hier wird aus der Vertiefung eine echte Grube im Fundament.

Für Länge und Breite gilt als verbreitete Praxisregel: Plattformmass plus rund 30 mm Zugabe, damit die Plattform frei fahren kann und die umlaufende Fuge trotzdem schmal bleibt. Wichtig ist dabei: Solche Richtwerte ersetzen keine Projektierung. Verbindlich sind die Masse aus dem Grubenplan zum konkreten Modell, denn Plattformgrösse, Aggregat-Position und Zubehör verändern die Anforderungen im Detail. Wie Sie zu diesem Grubenplan kommen, zeigt der Abschnitt zu den Planungsdaten weiter unten.

Grube vorbereiten: Randeinfassung, Zuleitung und Entwässerung

Eine gute Grube ist mehr als ein Loch im Boden. Der Grubenrand wird typischerweise mit einem einbetonierten Stahlwinkel eingefasst: Er schützt die Betonkante vor dem Verkehr durch Hubwagen und Stapler und bildet eine saubere, massgenaue Auflage für die Fuge zur Plattform. Der Grubenboden muss eben und tragfähig sein, damit der Hubtisch satt aufliegt und sich die Last gleichmässig in das Fundament einleitet.

Früh geplant werden sollte auch der Weg der Energie: Hydraulik- und Elektrozuleitungen erreichen den Tisch am einfachsten durch ein Leerrohr, das schon beim Betonieren gesetzt wird. Flexlift-Hubtische bieten hier Spielraum, die Stromversorgung ist je nach Baureihe von oben wie von der Seite möglich, und das Hydraulikaggregat kann auch ausserhalb der Grube aufgestellt werden, was die Wartung erleichtert. Bei Aussenaufstellung oder in feuchten Bereichen gehört schliesslich die Entwässerung auf den Plan; ob bei einem Wasserablauf zusätzlich ein Ölabscheider erforderlich ist, ist kundenseitig zu prüfen, massgeblich sind die örtlichen Bauvorschriften. Empfehlenswert ist ausserdem ein ölfester Zweikomponenten-Grubenanstrich: Er schützt den Beton, falls der Hubtisch oder ein auf der Plattform stehendes Flurförderzeug Öl verliert.

Sicherheit an der Grubenkante: EN 1570 und SUVA

Beim bodenebenen Einbau entsteht eine besondere Situation: Die Absenkbewegung endet auf Bodenniveau, und zwischen Plattformkante und Grubenrand darf nichts eingeklemmt werden. Massgeblich ist die Norm EN 1570-1, deren Grundprinzip der Schutz vor Quetsch- und Scherstellen ist. Flexlift begegnet dem konstruktiv: Die Flachform-Baureihen tragen eine umlaufende Fussschutz-Kontaktleiste, die bei Berührung die Senkbewegung stoppt, und zwar rein hydraulisch geschaltet, also ohne Elektrokomponenten am Tisch. Als Zubehör sind zudem elektrische Schutzkontaktleisten und ein umlaufender Faltenbalg verfügbar, der als Eingreif- und Unterlaufschutz die Scherenmechanik abschirmt.

Für Schweizer Betriebe relevant: Flexlift-Hubtische sind nach EN 1570 zugelassen und von der SUVA anerkannt. Damit steht der Grubeneinbau auf derselben normativen Grundlage wie die freie Aufstellung; die Grube selbst ändert nichts an den Pflichten des Betreibers, macht aber eine saubere Ausführung der Kanten und Fugen umso wichtiger.

Überfahrbar bis 6 Tonnen Radlast: die Grube als Verkehrsfläche

Ein unterschätzter Vorteil des Grubeneinbaus: Die abgesenkte Plattform kann Teil der Verkehrsfläche werden. Flexlift bietet dafür überfahrbare Ausführungen und als Zubehör Plattformverstärkungen bis 6 Tonnen Radlast an. Stapler und Hubwagen überqueren die Grube dann im normalen Betrieb, der Hallenboden bleibt durchgängig befahrbar, und der Hubtisch arbeitet nur dann, wenn er gebraucht wird.

Besonders häufig ist diese Anforderung an Verladestellen, wo Hubtische Höhendifferenzen zwischen Rampe, Boden und Ladefläche überbrücken. Welche Lösungen sich für Logistik und Verladung eignen, zeigt unsere Seite Hubtische für Logistik und Lager; die Auslegung auf die tatsächlichen Radlasten gehört in jedem Fall in die Projektierung.

Der digitale Planungsdatensatz: Grubenplan als DWG und PDF, Einbauzeichnung und CAD/STP

Die Grube wird am besten fertig geplant, bevor der erste Bohrer angesetzt wird, und dafür braucht es Daten statt Schätzungen. Tirugo liefert zum gewählten Modell einen projektspezifischen Grubenplan als DWG und PDF: als DWG direkt weiterverwendbar in Ihrer CAD-Planung, als PDF für Baufachleute und die Ausführung vor Ort. Dazu kommen Einbauzeichnungen und Massblätter der Baureihen.

Für die 3D-Planung geht es noch einen Schritt weiter: 99 Prozent aller Flexlift- und PETec-Komponenten sind als STP-Datei auf Anfrage verfügbar. Das neutrale STEP-Format lässt sich in gängige CAD- und Anlagenplanungs-Software importieren, vom Layout der Halle bis zur Kollisionsprüfung rund um Grube, Zuleitung und Fördertechnik. Dass diese Daten belastbar sind, liegt am Ursprung: Flexlift konstruiert seine Hubtische selbst mit AutoCAD in 2D und Inventor in 3D, und der Grubeneinbau ist ab Werk als Sonderausführung inklusive Zubehör verfügbar. Sie planen also mit denselben Geometrien, mit denen später gebaut wird.

Vom CAD-Modell ins BIM-Modell: was geht und was nicht

Immer häufiger fragen Fachplaner nach Daten für das Gebäudemodell. Hier ist die Ausgangslage komfortabel: Die komplette Autodesk-Umgebung wird unterstützt, von AutoCAD über Inventor bis Revit. Auf Anfrage erhalten Sie Revit-Daten und weitere Standardformate für die BIM-Planung, etwa IFC, dazu die neutralen CAD-Formate STP/STEP und DWG für alle übrigen Systeme. Die STP-Datei lässt sich in praktisch jede CAD- und Anlagenplanungs-Software importieren und von Fachplanern in BIM-Workflows weiterverwenden. Zur ehrlichen Einordnung gehört: Attribute wie Traglast oder Hub trägt das Geometriemodell nicht von selbst, diese Werte kommen aus dem Datenblatt und werden im Modell ergänzt. Und ein digitaler Zwilling im strengen Sinn, also ein mit laufenden Betriebsdaten verbundenes Abbild, ist ein statisches CAD-Modell ohnehin nicht.

Für die Praxis heisst das: Revit- oder IFC-Daten für das Gebäudemodell oder die neutrale STP-Geometrie, Masse aus dem Grubenplan, Kennwerte aus dem Datenblatt, damit ist ein Hubtisch im Gebäude- oder Fabrikmodell sauber abgebildet. Da öffentliche Bauherren in der Schweiz zunehmend digitale Bauwerksmodelle verlangen, ist es ein handfester Vorteil, wenn die Ausrüstung von Anfang an mit belastbaren 3D-Daten in die Planung einfliesst.

Sie planen einen Grubeneinbau oder möchten prüfen, ob eine Flachform-Lösung ohne Grube für Ihre Anwendung reicht? Senden Sie uns Traglast, Plattformmass, Hub und die Einbausituation, und Sie erhalten die passende Empfehlung samt Grubenplan über unsere Kontaktseite.

Häufige Fragen zum Grubeneinbau

Wie tief muss die Grube für einen Hubtisch sein?
Die Grube muss immer mindestens 5 mm tiefer sein als die Bauhöhe des vollständig abgesenkten Hubtischs, damit die Plattform bündig mit dem Hallenboden abschliesst. Sie hängt damit direkt von der Baureihe ab: Flexlift Flachform-Hubtische der Baureihe FM bauen ab 55 mm, die Baureihen FE und F-CE ab 70 mm, Kompakt-Hubtische FK ab 180 mm und Doppelscheren-Hubtische FK-D ab 350 mm. Verbindlich sind immer die Masse aus dem projektspezifischen Grubenplan zum gewählten Modell.

Welche Masse muss die Grube für einen Scherenhubtisch haben?
Als Praxisregel wird die Grube geringfügig grösser als die Plattform ausgeführt, üblich sind rund 30 mm Zugabe in Länge und Breite, damit die Plattform frei fahren kann und die Fuge schmal bleibt. Die Tiefe beträgt die Bauhöhe des eingefahrenen Tischs plus mindestens 5 mm. Der Grubenrand wird typischerweise mit einem einbetonierten Stahlwinkel eingefasst. Massgeblich sind die Angaben im Grubenplan des konkreten Modells, den Tirugo als DWG und PDF liefert.

Wann ist ein Grubeneinbau nötig und wann reicht ein Hubtisch ohne Grube?
Ein Grubeneinbau lohnt sich, wenn die Plattform dauerhaft bündig mit dem Boden abschliessen soll, etwa damit Hubwagen und Stapler ohne Rampe auffahren oder Lasten niveaugleich übergeben werden. Für viele Anwendungen geht es auch ohne Grube: Flachform-Hubtische mit Bauhöhen ab 55 mm lassen sich mit einem Auffahrkeil ebenerdig befahren, ganz ohne Bodenarbeiten. Die Wahl hängt von Nutzungsfrequenz, Traglast und baulicher Situation ab.

Braucht die Grube eine Entwässerung oder einen Ölabscheider?
Das hängt vom Aufstellort ab. Bei Aussenaufstellung oder in Bereichen mit Feuchtigkeit und Reinigungswasser sollte die Grube eine Entwässerung erhalten; ob bei einem Wasserablauf zusätzlich ein Ölabscheider erforderlich ist, ist kundenseitig zu prüfen, massgeblich sind die örtlichen Bauvorschriften. Empfohlen wird zudem ein ölfester Zweikomponenten-Grubenanstrich, der den Beton bei Ölverlust des Hubtischs oder eines abgestellten Flurförderzeugs schützt. Diese Punkte gehören früh in die Planung und werden im Grubenplan des Projekts berücksichtigt.

Kann ein Hubtisch in der Grube mit dem Stapler überfahren werden?
Ja. Flexlift bietet überfahrbare Ausführungen an, bei denen die abgesenkte Plattform Teil der Verkehrsfläche wird. Als Zubehör sind Plattformverstärkungen bis 6 Tonnen Radlast verfügbar, sodass Stapler und Hubwagen die Grube regulär überqueren können. Die Ausführung wird auf die tatsächlichen Radlasten und die Nutzung ausgelegt.

Welche Planungsdaten liefert Tirugo für den Grubeneinbau?
Tirugo liefert zum gewählten Modell einen projektspezifischen Grubenplan als DWG und PDF, dazu Einbauzeichnungen und Massblätter. Für die 3D-Planung sind 99 Prozent aller Flexlift- und PETec-Komponenten als STP-Datei auf Anfrage verfügbar; die komplette Autodesk-Umgebung wird unterstützt, und auf Wunsch erhalten Sie Revit-Daten sowie weitere Standardformate für die BIM-Planung, etwa IFC. Die neutralen Formate STP/STEP und DWG decken alle übrigen CAD- und Anlagenplanungs-Systeme ab. So kann die Grube geplant werden, bevor gebaut wird.

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