Wer nach einem Hubtischwagen sucht, meint damit meist den manuellen Scherenwagen: ein rollbares Gestell mit kleiner Hubschere, das per Fusspedal oder Handpumpe angehoben wird. Für gelegentliche Aufgaben ist das eine praktikable Lösung. Im Industriealltag mit schweren Lasten, hoher Wiederholfrequenz oder Anbindung an Prozesse ist die bessere Antwort jedoch oft ein fahrbarer Hubtisch: ein vollwertiger Industrie-Hubtisch, der sich auf Rollen oder per Stapler umsetzen lässt. Vorab ein Hinweis zur Transparenz: Tirugo verkauft keine manuellen Scherenhubwagen. Dieser Ratgeber ordnet deshalb ein, wann ein Hubtischwagen genügt und wann eine mobile Industrie-Lösung von Flexlift oder PETec die passendere Wahl ist.
Hubtischwagen, fahrbarer Hubtisch, rollbarer Arbeitstisch: was ist was?
Drei Begriffe werden im Alltag oft vermischt, bezeichnen aber unterschiedliche Geräte:
- Hubtischwagen: in der Regel ein manuell betriebener Scherenwagen. Ein Fahrgestell auf Rollen trägt eine Scherenmechanik, die von Hand oder per Fusspedal gepumpt wird. Er eignet sich für das gelegentliche Anheben und den innerbetrieblichen Transport kleinerer Lasten.
- Fahrbarer Hubtisch: ein vollwertiger, elektrohydraulisch angetriebener Industrie-Hubtisch, der mit Rollen ausgerüstet ist oder per Stapler umgesetzt wird. Er verbindet Traglast, Hubleistung und Steuerung eines stationären Hubtischs mit der Möglichkeit, den Standort zu wechseln.
- Rollbarer Arbeitstisch: ein höhenverstellbarer Arbeitstisch auf Rollen, der als mobiler Arbeitsplatz dient. In diese Kategorie gehören die PETec-Tische, die sich auch beladen verschieben lassen.
Die Suchbegriffe überschneiden sich, die Anforderungen dahinter nicht: Wer täglich Lasten auf Arbeitshöhe bringt und den Tisch in Abläufe einbindet, braucht ein anderes Gerät als jemand, der gelegentlich eine Kiste anhebt.
Wann ein manueller Hubtischwagen reicht und wo seine Grenzen liegen
Ein manueller Hubtischwagen ist für das gelegentliche Anheben und den innerbetrieblichen Transport kleinerer Lasten eine bewährte Lösung. Er ist schnell zur Hand, braucht weder Stromanschluss noch Einbau und lässt sich von einer Person bedienen. Für die Werkstatt, die Warenannahme oder den sporadischen Transfer zwischen zwei Stationen spricht wenig gegen ihn.
Seine Grenzen zeigen sich im Dauereinsatz. Wiederholtes Pumpen ermüdet und kostet Zeit, schwere Lasten bringen die manuelle Mechanik und die Bedienperson an ihre Grenzen, und eine wiederholgenaue Positionierung oder die Anbindung an eine Steuerung ist nicht vorgesehen. Sobald ein Tisch Teil eines Prozesses wird, Lasten regelmässig gehoben werden oder ergonomische Vorgaben gelten, lohnt sich der Blick auf elektrohydraulische Lösungen. Konkrete Traglast- oder Preisangaben zu Fremdprodukten machen wir bewusst nicht; die Einordnung bleibt hier qualitativ.
Fahrbare Flexlift-Hubtische: Industriequalität, die den Standort wechselt
Grundsätzlich gilt: Jeder Tirugo-Hubtisch ist per Stapler unterfahrbar und lässt sich so umsetzen. Wer den Standort nur selten wechselt, etwa bei einer Layoutänderung, braucht dafür keine Sonderausstattung.
Für den regelmässigen Standortwechsel ist die Flachform-Baureihe Flexlift FE fahrbar bestellbar. Anstelle der serienmässigen zwei Laufrollen und zwei Festlager erhält der Tisch dann vier Rollen. Der Ablauf beim Umsetzen ist bewusst einfach gehalten: Die Rollen werden mit einem Inbusschlüssel gelöst, danach wird der Tisch mit dem Hebelroller über die Aufnahme gezogen und rangiert wie ein Palettenrolli. So wechselt ein vollwertiger Hubtisch den Einsatzort, ohne dass ein Stapler nötig ist.
Die FE-Baureihe deckt Traglasten von 300 bis 2'000 kg ab. Für Transportwagen führt Flexlift zudem die Baureihe FMA, deren E- oder U-förmige Plattform Transportwagen direkt aufnimmt. Details zu den Baureihen finden Sie auf unserer Seite zu den Flachform-Hubtischen FE und F-CE.
PETec: der rollbare Arbeitstisch, der auch beladen verschoben wird
Wo nicht die Palette, sondern der Arbeitsplatz selbst mobil sein soll, kommen die ergonomischen PETec-Tische ins Spiel. Sie sind als rollbare Arbeitstische konzipiert und lassen sich auch unter Last verschieben, mit Traglasten von 100 bis 2'000 kg. Ein Werkstück kann also auf dem Tisch aufgenommen, bearbeitet und mitsamt Tisch zur nächsten Station gerollt werden, ohne Umladen und ohne zusätzliches Fördermittel.
Das macht die Tische zur passenden Lösung für Montage, Instandhaltung und Fertigungsinseln, in denen Aufträge von Station zu Station wandern. Mehr zu Bauformen und Optionen zeigt unsere Übersicht der ergonomischen PETec-Tische.
Selbstfahrend, AGV-Anbindung und Batteriebetrieb
Mobilität endet nicht beim Rollensatz. Auf Anfrage wird jeder Hubtisch selbstfahrend vorbereitet, etwa für die Integration in ein fahrerloses Transportsystem (FTS/AGV), oder gleich mit eigenem Fahrwerk geliefert. Auch Batteriebetrieb ist möglich, sodass der Tisch unabhängig vom festen Stromanschluss arbeitet. Solche Lösungen werden projektspezifisch ausgelegt, gemeinsam mit Ihrem Automatisierungspartner. Wie Hubtische generell in automatisierte Abläufe eingebunden werden, beschreibt unser Beitrag zur Linienintegration von Hubtischen.
Entscheidungshilfe: Szenario und passende Lösung
Die folgende Übersicht fasst zusammen, welche Lösung zu welchem Einsatz passt:
| Szenario | Passende Lösung |
|---|---|
| Gelegentliches Anheben und Transport kleinerer Lasten | Manueller Hubtischwagen (nicht im Tirugo-Sortiment) |
| Vollwertiger Hubtisch, der regelmässig den Standort wechselt | Flexlift FE mit Rollenoption, Traglasten 300 bis 2'000 kg |
| Arbeitstisch, der auch beladen verschoben wird | PETec-Tisch, Traglasten 100 bis 2'000 kg |
| Transportwagen direkt aufnehmen | Flexlift FMA mit E- oder U-förmiger Plattform |
| Seltener Standortwechsel ohne Rollenbedarf | Jeder Tirugo-Hubtisch, Umsetzen per Stapler |
| Anbindung an FTS/AGV oder autonomes Fahren | Selbstfahrend vorbereiteter Hubtisch, auf Wunsch mit eigenem Fahrwerk und Batteriebetrieb |
Häufige Fragen zu Hubtischwagen und fahrbaren Hubtischen
Was ist der Unterschied zwischen Hubtischwagen und fahrbarem Hubtisch?
Ein Hubtischwagen ist in der Regel ein manueller Scherenwagen: ein rollbares Gestell mit Hubschere, das von Hand oder per Fusspedal angehoben wird und sich für gelegentliches Anheben und den innerbetrieblichen Transport kleinerer Lasten eignet. Ein fahrbarer Hubtisch ist dagegen ein vollwertiger, elektrohydraulisch angetriebener Industrie-Hubtisch, der mit Rollen oder per Stapler den Standort wechselt und für den regelmässigen Einsatz ausgelegt ist.
Kann ein Hubtisch unter Last verfahren werden?
PETec-Tische sind dafür ausgelegt: Sie lassen sich auch beladen verschieben, mit Traglasten von 100 bis 2'000 kg. Bei fahrbaren Flexlift-Hubtischen dient die Rollenausstattung dem Standortwechsel; ob ein Verfahren unter Last zulässig ist, wird projektspezifisch geklärt.
Lassen sich Hubtische in ein FTS/AGV integrieren?
Ja. Auf Anfrage wird jeder Hubtisch selbstfahrend vorbereitet, etwa für die Integration in ein fahrerloses Transportsystem (FTS/AGV), oder mit eigenem Fahrwerk geliefert. Auch Batteriebetrieb ist möglich. Die Auslegung erfolgt projektspezifisch.
Verkauft Tirugo klassische Hubtischwagen?
Nein, manuelle Scherenhubwagen führt Tirugo nicht. Für mobile Aufgaben bieten wir fahrbare Flexlift-Hubtische, unter Last verschiebbare PETec-Tische sowie selbstfahrend vorbereitete Lösungen bis zur AGV-Integration an. Gerne ordnen wir in einem Beratungsgespräch ein, welche Lösung zu Ihrer Anwendung passt.
Sie überlegen, ob ein Hubtischwagen genügt oder ein fahrbarer Hubtisch die bessere Investition ist? Wir hören uns Ihre Anwendung an, ordnen ehrlich ein und schlagen die passende mobile Hebelösung vor. Stellen Sie Ihre Anfrage.